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Der notwendige Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Corona-Virus stellt Unternehmen auch vor eine Herausforderung ihrer Kommunikationsfähigkeit: was tun, wenn Messen nicht stattfinden und Produktlaunches kaum noch als Präsenzveranstaltungen organisiert werden können? Um die Kampagnenfähigkeit zu bewahren, bietet das Web zumindest einige Möglichkeiten, die kontaktlose Zeit zu überbrücken.

Die Logimat: abgesagt. Die Hannover Messe: verschoben. Die Smart Automation in Wien: abgesagt. Drei Millionen Quadratmeter Messefläche stehen im März und April in Europa wegen abgesagter Veranstaltungen leer — ein Gutteil davon bei klassischen B2B-Messen. Vielleicht ist auch Ihr Unternehmen von den Wirrungen rund um das Coronavirus betroffen, vielleicht sind monatelange Vorbereitungen auf Ihren Messeauftritt jetzt vergebens und Ihre ausgearbeiteten Marketingpläne für dieses Jahr müssen neu geschrieben werden. Schließlich sind nicht nur Messen von Absagen betroffen: Unternehmen sehen sich in den letzten Tagen verstärkt gezwungen, auch kleinere Veranstaltungen wie Pressekonferenzen abzusagen oder gar Produktlaunches zu verschieben. Vielmehr noch: viele Unternehmen tun dies freiwillig und als Zeichen der Verantwortung für die Gesellschaft.

Die – zweifellos nicht leichte – Situation kann für Sie als Marketingverantwortliche/r aber auch eine gute Gelegenheit sein, ein Szenario aufzubauen, das — notgedrungen — ohne diese Tools auskommt, auch wenn etwa Messen auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen werden und deren Funktion nicht völlig zu kompensieren ist durch digitale Kanäle.

Klar ist: auch wenn die Veranstaltungen verschwunden sind, ist es das Interesse an Ihren Produktinnovationen, Dienstleistungen oder Ihrer Unternehmensentwicklung bestimmt nicht. Verschwunden ist also bloß eine Plattform bei gleichzeitig stabilem Interesse des Publikums, Ihrer Kunden — und dieses Interesse nun in anderen Kanälen zu bündeln und aufzufangen, kann für Ihr B2B-Marketing eine große Chance und Herausforderung sein, um Kommunikationswerte zu schaffen.

Können Sie digitale Communities aufbauen, etwa durch die Schaffung von User Groups auf sozialen Plattformen wie Xing oder durch die Nutzung von Tools wie Slack, um den Kundendialog, der auf Messen zentrales Anliegen ist, längerfristig aufrecht zu erhalten?

Können Sie Präsentationen und Produktlaunches als Online-Meeting ausspielen?

Können Sie eine bestimmte Kundengruppe auch zuhause erreichen? Sofern Sie das nötige Datenmaterial haben, könnten gedruckte Direct Mailings gerade bei Menschen, die derzeit oft im Home Office arbeiten, auf erhebliche Aufmerksamkeit stoßen. 

Das Channel Black Out, das Marketingorganisationen jetzt durch das Auftreten des Coronavirus erleben, sollte uns allen eine Lehre sein. Und zwar, dass Investments in eine strukturelle Autarkie des eigenen Marketings auch ohne virale Ereignisse höchst an der Zeit sind.

Noch Lektüretipp zum Thema: Facebook hat ein sehr umfangreiches Toolkit für Unternehmen veröffentlicht, das den Umgang mit den Folgen des Corona-Virus erleichtern soll. Das größte soziale Netzwerk der Welt bietet außerdem Online-Kurse an, wie die Kundenkommunikation in diesen Zeiten insbesondere durch digitale Kanäle aufrecht erhalten werden kann.

Google rät Unternehmen indes, Google My Business zu nutzen, um Informationen – etwa zur Erreichbarkeit in Zeiten des Home Office – zu aktualisieren.

Unser Verlag hat außerdem ein Maßnahmenpaket für unsere Kunden geschnürt, das hoffentlich dazu beitragen kann, Präsenzveranstaltungen rasch durch digitale Kanäle zu ersetzen. Die Informationen dazu finden Sie hier als Download.