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Warum Sie Ihr Content Marketing mit Bewegtbild-Elementen anreichern sollten und warum Videos die Königsklasse der digitalen Marketingtools sind. Plus: drei unverzichtbare Tipps, damit Ihre B2B-Videos zum Erfolg werden.

Vielleicht stehen wir gerade an einer medialen Zeitenwende: dem Übergang von der textbasierten Kommunikation zur bildbasierten. Zumindest liegt dieser Schluss nahe, wenn man einigen einschlägige Studien der Tech-Industrie Glauben schenken mag. Demnach wächst der Anteil von Video-Postings bei Facebook jährlich um satte 75 Prozent, schon in fünf Jahren sollen ebenso 75 Prozent der gesamten mobilen Traffics aus Videos bestehen.

Die Flut an Videos hat eines zwingend zur Folge: Unternehmen müssen jetzt damit beginnen, Video-Content aufzubauen, um mit ihren Marketing-Messages noch durchzudringen. Denn trotz der Bilderflut neigen Nutzer dazu, Videoinhalte auch zu konsumieren und weiter zu verbreiten: Videos werden in sozialen Netzwerken zwölf Mal mehr geteilt als andere Inhalte, was sich wiederum auf die organische Reichweite von Video-Postings positiv auswirkt. Noch viel wichtiger aber ist, dass beim Markenaufbau das Engagement der User wesentlich ist – und Videos motivieren offenbar genau dazu.

Videos sind damit auch ein wirkmächtiges Instrument, um Leads zu generieren: Studien haben ergeben, dass Verbraucher sich eher für ein Produkt entscheiden, wenn sie vorher ein Video dazu gesehen haben. Nun mag das als B2C-Phänomen abgetan werden, diese Kultivierung des Verbrauchers ist aber natürlich auch im B2B-Bereich von Relevanz: was der Entscheidungsträger als Konsument von privaten Gütern gewohnt ist, erwartet er mittlerweile auch ganz selbstverständlich in seinem beruflichen Umfeld.

Bildlich gesprochen

Videos zu konzipieren und zu produzieren, ist möglicherweise die Königsdisziplin des Content Marketings. Da User bei kurzen Videos naturgemäß eher bis zur letzten Sekunde durchhalten, braucht es gerade bei erklärungsbedürftigen und komplexen Produkten und Dienstleistungen verdichtetes Storytelling, bei dem eines immer beachtet werden muss: das Medium Video profitiert besonders vom visuellen Aspekt. Zwischen Visuellem und Akkustischem eine günstige Relation herzustellen, ist also entscheidend für den Erfolg eines Videos. Das bedeutet aber zwingend auch, die nötige Distanz zum eigenen Tun aufbauen zu müssen, die es ermöglicht, Komplexität herauszunehmen und sich auf wenige wirklich wichtige Aspekte zu konzentrieren.

Wie wichtig es ist, sich kurz zu halten, zeigt eine weitere Zahl: bei Videos unter 90 Sekunden bleiben durchschnittlich 53 Prozent der Seher bis zur letzten Sekunde dran. Bei Videos über 30 Minuten ist es nur jeder zehnte Zuschauer.

 

Diese drei Tipps helfen Ihnen bei Ihren Corporate Videos:

Lösen Sie ein Problem

Wie überall im Content Marketing gilt auch für Videos: versuchen Sie sich als Problemlöser für Ihre Kunden. B2B-Entscheider verwenden Youtube und andere Video-Plattformen mittlerweile auch ganz selbstverständlich zur Recherche, wenn sie vor einem bestimmten Problem stehen. Das Lösungsversprechen sollte dann übrigens auch gleich im Video-Titel ersichtlich sein.

Binden Sie Ihre Kunden ein

Am glaubwürdigsten sind immer noch die Erfahrungsberichte von Kunden. Wenn Sie also in Ihrem Video ein Problem lösen, so lassen Sie einen Kunden Ihren Lösungsansatz erklären. Glaubwürdigkeit kann gerade auf einem Portal, auf dem jeder zu jedem Thema Videos findet, den entscheidenden Unterschied ausmachen.

Lassen Sie den Blick von außen zu

Niemand kann Ihre Kompetenz besser in ein Video packen als Content-Profis, die einen unverstellten Blick von außen, damit also auch den Blick des Kunden, einnehmen können. Holen Sie sich bei der Videoproduktion Experten, die Storytelling beherrschen und sich auch in der Kunst der Komplexitätsreduktion auskennen. Denn eines muss bei Videos klar sein: auf so manches Detail muss aus Zeitgründen einfach verzichtet werden. Ein Video ist eben eine Bewegtbild-Diplomarbeit.

Autor: Martin Schwarz, Leiter Digitale Medien | WEKA Industrie Medien