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Eine Zeitlang sah es so aus, als würden sie nicht mehr als eine Episode im Buch der medialen Wirrungen sein. Doch nun sind wieder überall: auf Verpackungen, auf Plakaten, in Magazinen, auch integriert in das soziale Netzwerk Ihrer Wahl. QR-Codes sind zum Grund-Inventar des Marketings geworden. Es kommt eben nur auf den Nutzungskontext an, ob es für Sie funktioniert oder eben nicht. 

Eigentlich sollte man annehmen können, dass ein Online-Handelsriese mit rund 2,8 Milliarden Visits pro Monat sich einigermaßen sicher sein kann, Offline-Medienkanäle nicht unbedingt zu brauchen. Doch knapp vor Weihnachten 2018 zeigte Amazon, dass das Wesen der Disruption eben nicht alleine in der atemlosen Adaption neuer Technologien liegen muss, sondern eher im Wirkungsfeld zwischen Technologie, Kunde und dessen präsumtivem Verhaltensmuster. Im November 2018 versendete Amazon einen gedruckten Katalog für Spielwaren an Millionen US-Haushalte. Preise waren darin nicht zu finden – die ändern sich online zu oft – aber zu jedem Produkt war ein QR-Code abgedruckt, der direkt auf die Produktseite in der Amazon-App führte und natürlich zum One-Click-Button für den Kauf von Marvel-Figuren oder Disney-Prinzessinnen. Dass Amazon den QR-Code bei der Gelegenheit in „Smilecode“ umbenannte: geschenkt.

Verdoppelung

QR-Codes sind der Flixbus des mobilen Marketings: das Gegenteil von fancy, überall anzutreffen, günstig und einfach in der Anwendung und ziemlich verlässlich, um ans Ziel zu kommen. Seit Apple mit dem Release von iOS 11 die iPhone-Kamera mit der Fähigkeit ausgestattet hat, QR-Codes auslesen zu können und dazu keine weitere App zu verwenden, hat sich der Kreis der potenziellen User enorm erweitert: rund 800 Millionen Menschen können nun mit ihren iPhones die Brücke zwischen Offline und Online benutzen.

Die Nutzung von QR-Codes hat sich in Europa zwischen dem Jahr 2015 und 2018 glatt verdoppelt – und das ist gerade sozialen Netzwerken zu verdanken: LinkedIn, Facebook, Snapchat oder Instagram haben heute QR-Codes zur Vernetzung mit anderen Usern in ihre Apps integriert. Damit wurden die Codes ein ganz selbstverständlicher Teil unseres digital-sozialen Verhaltens.

Andere Unternehmen haben mittlerweile erkannt, dass die ästhetisch anspruchslosen Quadrate mit ihrer Funktionstiefe echte Hidden Champions des Dialogmarketings sein können: Netflix etwa bewarb seine Gilmore Girls mit Snap-Codes auf 10.000 Kaffeebechern. Das führte zu einer Million Visits auf eine spezielle mobile Seite, auf der sich die User mit Fotofiltern vergnügen konnten. Der Autohersteller Porsche ließ die Besucher einer Messe über einen QR-Code auf einem digitalen Plakat einen Cayenne Turbo konfigurieren.

Enttäuschungen

Die Beispiele zeigen: der Erfolg von QR-Codes hängt enorm von der Nutzen-Erwartung des Konsumenten ab. Wer seine Inserate bloß mit QR-Codes anreichert, die zur Startseite der eigenen Website führen, wird User enttäuschen und darf keine Ergebnisse außer ein paar Website-Zugriffe erwarten. Schließlich soll da ein QR-Code die kürzest mögliche Verbindung zwischen Gedrucktem und Digitalem sein, ohne den User dann auf dem Smartphone auf eine virtuelle Schnitzeljagd zu schicken. Wer QR-Codes nutzt, ohne überhaupt eine responsive Website zu haben, wird die User garantiert verärgern.

Dagegen eignen sich die Codes hervorragend, um etwa zu Tutorial-Videos zu führen oder zu mobilen Landing Pages, über die Apps heruntergeladen werden können. Dabei kommt es vor allem auf eines an: die Landing Page als einfachen und übersichtlichen Content Hub zu begreifen, der kurze Erklärungen zu dem, was da nun folgen mag – ob Video oder App – bereitstellt.

Digital Genial

Gerade im Logistik-Bereich ist der QR-Code mittlerweile etablierter als in anderen Branchen – er kommt ja schließlich von dort. Für uns ist das nun Anlass, mit „Digital Genial“ ein Sonderheft unseres Logistik-Magazins „dispo“ herauszugeben, das unsere Kunden als gedrucktes Gateway zu ihren Videos oder Apps nutzen können. Dabei kreieren wir nicht nur einen QR-Code zum Inserat, sondern gebrandete mobile Landing Pages, auf denen mehrere Videos gezeigt, Apps sowohl für den Store von Apple wie auch Google Play präsentiert und Links zur eigenen Website oder sozialen Kanälen gesetzt werden können – natürlich mit allen Social Sharing-Optionen. Die Landing Pages können dann ein ganzes Jahr lang als mediale Brücke ihre Wirkung entfalten: jeder Kunde kann die entsprechenden QR-Codes bis Ende 2020 in den eigenen Marketing-Materialien nutzen.

Das Heft erscheint am 29. November 2019.

Text-Brückenbauer: Martin Schwarz, Leiter Digitale Medien, WEKA Industrie Medien

 

 

Die Mediadaten von „Digital Genial“ zum Download.

Mehr Informationen zu unserem Sonderheft hat Andreas Miksik für Sie!

Bestimmt auch in Ihrem sozialen Netzwerk: QR-Codes sind mittlerweile etabliert.