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Definitiv nicht das Ergebnis silvesterlichen Bleigiessens: die sieben Marketing-Trends im B2B-Bereich, die Sie im Jahr 2019 beobachten werden können. Und wir sind zuversichtlich, dass wir damit auch am 31. Dezember 2019 nicht falsch liegen werden.

 

  1. Ihr Kunde will sofort eine Antwort.

Das Kontaktformular haben Sie gut in der vierten Menüebene versteckt, die einzige sichtbare Email-Adresse auf Ihrer Website ist office@IhrUnternehmen.com. Herzlichen Glückwunsch: Sie werden in Ruhe gelassen. Leider auch von Ihrer Kundschaft. Was B2C-Unternehmen schon längst vormachen, indem sie Livechats auf ihrer Website anbieten, die einen direkten Dialog zwischen Kunde und Unternehmen ermöglichen, wird auch Standard im B2B-Bereich werden. Kunden wollen ihre Anfragen nicht in anonyme Formulare tippen und nicht an allgemeine Email-Adressen senden. Denn Ihren Kunden geht es wie Ihnen: Sie haben keine Zeit, um auf verlässliche Informationen zu warten. Chatbots sind noch relativ teuer und fehleranfällig. Aber einen Livechat mit einem echten Mitarbeiter auf einer Website zu installieren, ist üblicherweise kostengünstig und technisch nicht besonders aufwändig, aber lohnenswert. Wir etwa haben einen solchen Livechat für Besucher unseres tecfindr gestartet und ermöglichen damit Interessierten einen direkten Dialog mit der verantwortlichen Produktmanagerin.

Unser B2B-Relevanzscore: 7/10

  1. Lassen Sie Ihren Chef ruhig erzählen.

Telekom-Chef Tim Höttges stellt sich in die Küche und lässt sich beim Backen filmen, Daimler-Chef Dieter Zetsche schreibt regelmäßig auf LinkedIn und zwar nicht nur über die eigenen Produkte und Siemens-Chef Joe Kaeser, auf Twitter ziemlich aktiv, meinte kürzlich: die Tweets mit den meisten Reaktionen schreibe er selbst, „der Rest kommt von der Presseabteilung“. Im Jahr 2019 werden viele CEOs, die sich bisher hinter Pressesprechern verschanzt haben, Social Media-Kanäle selbst nutzen. Nicht nur, um über das eigene Unternehmen, über Jahreszahlen und Erfolge zu sprechen, sondern auch mal Haltung zu zeigen in gesellschaftspolitischen Fragen, Einblicke zu geben in ihren Alltag oder Selbstironie zu üben. Das Hinabsteigen der Unternehmenslenker in die Tiefen der Social Media-Kanäle ist nicht nur ein probates Mittel, um die eigene Belegschaft teilhaben zu lassen an den Gedanken, die in den meist unzugänglichen Chefetagen gewälzt werden, sondern auch, um das Unternehmen authentischer zu positionieren, als es irgendwelche Communiques aus der Presseabteilung jemals könnten. 

Unser B2B-Relevanzscore: 8/10

  1. Sie werden mehr von Ihren Kunden hören.

Das Suchfeld von Google hat Konkurrenz bekommen. Die Konkurrenz steht auf dem Nachttisch, im Esszimmer, im Regal. Die Konkurrenz kommt von Amazon oder von Google selbst: Smart Speaker, Smart Assistants. 2020, so schätzen Experten, werden rund 50 Prozent der Anfragen an Suchmaschinen nicht mehr getippt, sondern gesprochen werden. Aus E-Commerce wird dann Voice Commerce. Schon 2022 sollen Online-Bestellungen im Wert von fünf Milliarden US-Dollar über Amazon Echo oder Google Home ausgelöst werden. Die Relevanz der Akustik konzentriert sich vorerst auf den B2C-Bereich, wird aber besonders in Service oder Maintenance auch B2B erfassen.

Unser B2B-Relevanzscore: 4/10

  1. Sie werden Themenwelten aufbauen müssen.

Wir sind täglich tausenden Werbebotschaften ausgesetzt. Auf der Straße, bei der Lektüre von Zeitungen, im Web. Viele Unternehmen wollen ihre Kommunikationsziele schneller erreichen, indem sie zusätzlich zu klassischer Werbung auf Content Marketing, auf Native Advertising setzen. Mit gut erzählten Geschichten können insbesondere sperrige Themen im B2B-Bereich oft einprägsamer vermittelt werden als mit traditionellen Instrumenten des Marketings. Mit der Verbreitung von Content Marketing wird Professionalisierung gefragt sein: nichts frustriert einen Leser mehr als die Erkenntnis, seine inhaltliche Erwartung nach dem Klick auf den Titel eines Advertorials enttäuscht zu sehen.

Viele Unternehmen beherrschen die Kunst des Content Marketings mittlerweile perfekt, indem sie nicht Einzelmaßnahmen wie Advertorials setzen, sondern ganze Online-Themenwelten aufbauen lassen, die den Kontext und die Relevanz ihrer Dienstleistungen vertiefen. Solche Online-Dossiers, bei denen die unterschiedlichen Perspektiven auf ein Thema gebündelt sind und regelmäßig Beiträge hinzu kommen, statt die eigene Botschaft in vielen verteilten Advertorials zu fragmentieren, erhöht die Wirksamkeit der eigenen Kampagne gerade bei komplexeren Inhalten.

Apropos: Wie zufrieden sind Sie eigentlich mit Ihrem Content Marketing? Machen Sie hier bei unserer großen B2B Content Marketing-Studie mit.

Unser B2B-Relevanzscore: 10/10

  1. Facebook brauchen Sie nicht mehr.

Okay, diese These ist gewagt. Aber wir trauen uns: Facebook wird im B2B-Marketing irrelevant. Zwar war der blaue Riese 2018 aus Mountain View sowohl in Österreich wie auch in Deutschland noch immer auf Platz 1 der genutzten Social Media-Kanäle im B2B-Bereich, aber die Verwendung im Vergleich zum Jahr 2017 rückläufig. Untermauert wird dieses Ergebnis auch durch den Umstand, dass die Kommunikationsverantwortlichen deutscher und österreichischer B2B-Unternehmen laut einer Studie des DMVÖ Facebook im Jahr 2019 in ihren Social Media-Budgets den geringsten Stellenwert einräumen wollen.

Möglicherweise hat das auch damit zu tun, dass Facebook etwas verwirrende Zahlen über die eigene Reichweite zu veröffentlichen pflegt: Für die USA meldet der Facebook Ad-Manager eine Reichweite von 41 Millionen Nutzern im Alter von 18 bis 24 Jahren. Dort leben aber nur 31 Millionen in dieser Altersgruppe.

Unser B2B-Relevanzscore: 8/10

  1. Sie werden sich nicht nur auf Ihre Website konzentrieren müssen.

Kunden nutzen inzwischen verstärkt die Web-Angebote von Drittanbietern, um sich über ein Unternehmen und sein Produktportfolio zu informieren – also Unternehmensverzeichnisse, Kartendienste und andere Touchpoints.

Laut einer Umfrage des Digital Knowledge-Anbieters Yext unter 1.000 Konsumenten vertrauen 72 Prozent der Befragten Google, nur 38 Prozent den Informationen auf den Websites der Unternehmen und 32 Prozent Bewertungsportalen.

Als Marketing-Verantwortlicher müssen Sie also verstärkt darauf achten, dass Ihr Unternehmen auch bei anderen Portalen richtig dargestellt wird und Sie gleichzeitig auf möglichst vielen dieser Portale vertreten sind. Je aktiver Sie dabei sind, desto höher ist auch die Wertigkeit der Informationen über Ihr Unternehmen, die auch in Suchmaschinen wie Google auftauchen.

Unser B2B-Relevanzscore: 6/10

  1. Das All wird zur Werbefläche.

Verhaltensauffällige Milliardäre wie Elon Musk, Richard Branson oder Jeff Bezos streben ins All. Sie lassen Raumschiffe bauen und wollen das, was bisher Astronauten vorbehalten war, einer zahlungskräftigen Klientel ermöglichen: den Flug ins All. Celebrities werden die ersten sein, die sich auf extraterrestrisches Terrain wagen und mit ihnen werden internationale Brands das Weltall erobern und die kommerzielle Raumfahrt für das eigene Marketing nutzen. Vermutlich ist das aber keine Option für die meisten Marketingbudgets.

Unser B2B-Relevanzscore: 1/10

Weissagungen von

Martin Schwarz, Leiter Digitale Medien

Tel.: +43-1-97000-419

Email: martin.schwarz(at)industriemedien.at 

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