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Er ist einer der profiliertesten Marketing-Experten Deutschlands. Und meint: dass Messen wegen des Coronavirus nun als Marketingkanal weggefallen sind, ist so schlimm nicht. Schließlich gebe es – anders als früher – genügend Alternativ-Kanäle für B2B-Unternehmen. Darüber, warum am Marketing gespart wird, ohne am Marketing sparen zu wollen und warum ihn gerade das Marketing seiner Autowerkstätte sehr begeistert, haben wir in unserem Podcast mit dem Mediaplaner Thomas Koch gesprochen.

Thomas Koch wehrt sich. Wehrt sich dagegen, dass die Auswirkungen des Corona Virus auf das B2B-Markteting größer geredet werden, als sie sein müssten. Schließlich, so sagt der Agenturgründer und Kolumnist, würde selbst der Wegfall der Messen als Marketinginstrument heute leichter zu kompensieren sein als noch vor einigen Jahren. „Wir haben mehr Kanäle, als wir jemals hatten, es ist mit den Messen aber nur einer weggefallen“, sagt Koch im Podcast. Für den Marketingkanal Messe, meint Koch, würde die aktuelle Situation nur ein absehbar kurzer Leidensweg sein. Auch nach der Finanzkrise vor mehr als einem Jahrzehnt seien Messen wieder populärer geworden – aus einem simplen Grund: „Menschen wollen einander sehen“.

Dennoch seien B2B-Unternehmen nun gefordert, besonders ihre Owned Media-Strategien zu überdenken und damit letztlich auch unabhängiger zu werden von anderen Marketingkanälen – unter anderem mit Content Marketing, für das gerade in einer Phase der Verunsicherung von B2B-Kunden Bedarf bestehe.

Ja, meint Koch. Marketingbudgets würden jetzt wohl zusammengestrichen werden. Doch nicht unbedingt, weil Unternehmen kein Marketing betreiben wollen würden, sondern weil es üblicherweise jene Kostenstelle sei, in die am leichtesten eingegriffen werden kann. Doch Unternehmen, so warnt Koch, sollten noch einmal darüber nachdenken, bevor sie den Rotstift ansetzen. Schließlich würden die Unternehmen, die jetzt ihre Kommunikation unvermindert fortsetzen, in diesem virusbedingten Moratorium besonders gut von den Kunden wahrgenommen. Kochs Autowerkstätte seines Vertrauens könnte dafür ein gutes Beispiel sein.

Koch, Kolumnist bei mehreren deutschen Branchen – und Wirtschaftsmagazinen, hat sich aber auch schon Gedanken gemacht, wie der Titel seiner Jahresrückblick-Kolumnen lauten würde.

Das gesamte Gespräch mit Thomas Koch können Sie jetzt in unserem Podcast hören. Viel Vergnügen!