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Der Banner gehört zum klassischen Werbe-Inventar der meisten Onlinemedien – und er tritt in Dutzenden unterschiedlichen Erscheinungsformen auf. Einige davon werden Ihnen bald kaum mehr auf Websites begegnen. Plus: Das müssen Sie bei der Gestaltung beachten, damit Ihr Banner zum Erfolg wird.

Ein Pfeil, eine Frage, eine Antwort, alles auf schwarzem Hintergrund und nach modernen technischen und ästhetischen Maßstäben einfach nur unterirdisch schlecht: der erste Banner, der jemals auf einer Website erschien, dürfte heute für eine Mischung aus Belustigung und Entsetzen unter Website-Besuchern sorgen. Damals, am 27. Oktober 1994, war das Werbemittel, das der amerikanische Telekommunikationskonzern AT&T auf der Website hotwired.com platzierte, eine Sensation. Mit sensationellen Klickraten: 44 Prozent der Menschen, die diesen Banner damals sahen, klickten ihn auch.

Heute gehören Banner zum üblichen Werbeinventar fast jeder Website und sie erscheinen in unendlich vielen Variationen. Sie sind zum Indikator dafür geworden, wie die Werbeindustrie nach immer neuen Möglichkeiten sucht, einen Reiz beim Publikum auszulösen. Das wird wegen der Vielfalt der Kanäle, über die Werbung mittlerweile ausgespielt wird, nicht unbedingt leichter: 1970 war der durchschnittliche Konsument noch mit rund 300 Werbebotschaften täglich konfrontiert, muss er heute mehr als 6.000 verarbeiten.

Online-Werbung hat auf diese Reizüberflutung mit noch mehr Reizauslösern reagiert: Banner und andere Online-Werbemittel drängten sich immer forscher in den Vordergrund. Was technisch machbar war, wurde auch gemacht.

Doch mittlerweile ist Werbetreibenden auch klar: Online-Displaywerbung, die sich über Inhalte legt – und wegen der Inhalte sind die Besucher ja da – erregt gleichermaßen Aufmerksamkeit wie auch Ärger unter den Besuchern einer Website. Es trägt unter Umständen nicht zur Sympathiebildung für eine Marke bei, als Störer des Nutzungserlebnisses wahrgenommen zu werden.

Schluss mit Pop-Ups

Die „Coalition for Better Ads“, eine Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, Onlinewerbung effektiver zu machen und dabei Unterstützung von Branchenriesen wie Google oder Facebook erhält, hat nun 25.000 Menschen in Europa und Nordamerika nach deren Präferenzen bei Online-Displaywerbung befragt. Den Probanden wurden insgesamt 55 Variationen von Desktop-Bannern und 49 mobile Banner gezeigt und ermittelt, welche dieser Werbeformen als besonders störend empfunden und welche während des Surfverhaltens akzeptiert wurden.

Vier Desktop-Werbeformen – keine davon befindet sich übrigens im Angebot der WEKA Industrie Medien – wurden dabei von den Usern als besonders nervig identifiziert: Pop-Ups, automatisch startende Video-Banner mit Musik, Banner, die sich großflächig über den Inhalt legen und erst nach einer bestimmten Zeit weggeklickt werden können und horizontale Banner, die auch beim Scrollen über eine Website nicht verschwinden und mehr als 30 Prozent des gesamten Bildschirms verdecken.

Solche Banner, das zeigt die Studie ganz eindeutig, werden von Usern abgelehnt, sie sind damit für Werbetreibende völlig nutzlos und können eine Marke beschädigen. Die neueste Version von Google Chrome, dem beliebtesten Webbrowser der Welt, blockiert diese vier Desktop-Bannerformen übrigens automatisch.

 Diese drei Tipps können Ihnen helfen, mit Ihren Bannern Ihre Werbeziele zu erreichen:
 1. Halten Sie es einfach.

Wenn Sie eine komplexe Botschaft zu verbreiten haben, sind andere Werbeformen oder Content Marketing vermutlich die bessere Wahl. Sie haben wenig Platz auf der Fläche eines Banners und noch dazu ziemlich wenig Zeit, das Interesse des Besuchers anzuziehen. Verwenden Sie daher einen leicht zu vermittelnden, kurzen und eingängigen Slogan und konzentrieren Sie sich auf ein Produkt, das Sie bewerben wollen.

2. Machen Sie etwas aus Ihrer Marke.

Arbeiten Sie mit raschen, aber nicht zu poppigen Animationen und zeigen Sie – sofern passend – Gesichter: sie schaffen es eher in das Bewusstseinsfeld von Website-Besuchern als bloße Abbildungen von technischem Gerät. Verwenden Sie unbedingt die Farben Ihrer Marke, um die Wiedererkennung zu stützen.

3. Denken Sie plattformneutral.

Ihr Banner wird auf verschiedenen Devices erscheinen – auf Tablets, auf Desktop-Computern, auf Laptops. Achten Sie darauf, dass er überall funktioniert und Schrift und Bilder entsprechend sichtbar sind. Ist Ihr Banner idealerweise in eine Kampagne mit Print-Anteil eingebunden, so achten Sie auf ein einheitliches Design für Online und Print.

Autor: Martin Schwarz | Leitung Digitale Medien | WEKA Industrie Medien

 

 

 

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