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Archiv: B2B Videos

Industriemagazin News #82
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Industriemagazin News – 21.02.2024

Big Oil statt grüner Wandel: große Ölkonzerne investieren Milliarden in den Ausbau von Öl und Gas bis 2030. Der steigende Bedarf und neue geopolitische Realitäten drängen Nachhaltigkeitsstrategien der Mineralölkonzerne zurück. Magna Steyr verzeichnet nach Auslaufen der @BMW 5er Reihe einen Gewinn- und Umsatzrückgang, für 2024 ist das Unternehmen aber optimistisch. Und bei @amsOSRAMofficial zeichnet sich eine Trendwende ab: nach der zunehmenden Flaute mit Mikrochips für die @Apple Gesichtserkennung geht s für das Unternehmen langsam wieder bergauf. • Big Oil is back: Warum grüne Versprechen vergessen werden Im Jahr 2020 verkündete BP ambitionierte Pläne für eine grüne Zukunft, doch vier Jahre später hat sich die Ausrichtung geändert. Mit einem neuen CEO geht BP nun eine "pragmatischere" Route bei grünen Investitionen. Auch andere Ölriesen wie Saudi Aramco, Exxon, Shell, Total und ENI drosseln ihre Nachhaltigkeitsbemühungen und investieren verstärkt in fossile Brennstoffe. Der globale Bedarf an Öl und Gas, besonders aus Asien, führt zu einem Anstieg von Übernahmen in diesem Bereich. Geopolitische Entwicklungen, wie der Ukrainekrieg, beeinflussen ebenfalls die Energieversorgung. Trotz früherer Versprechen einer grünen Wende bleibt die Ölindustrie ein mächtiger und profitabler Akteur. • Trendwende? Chiphersteller ams Osram sieht Licht am Ende des Tunnels Im abgelaufenen Jahr sank der Umsatz um 25 Prozent auf 3,59 Mrd. Euro. Grund dafür war das wegbrechende Geschäft mit Chips zur Gesichtserkennung in Apple-Smartphones. Die Mobiltelefon-Sensorchips waren lange das Aushängeschild von ams, doch die Technik gilt als überholt. Das Auslaufen der Handy-Aufträge ging mit einem großen Konzernumbau einher. • Magna Steyr: Umsatzrückgang nach Auslaufen der BMW 5er Reihe Magna Steyr in Graz erzielte 2023 einen Umsatz von 5,1 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT fiel jedoch auf 115 Millionen Euro. Der Umsatz sank im letzten Quartal um 100 Millionen Euro aufgrund des Produktionsendes des BMW 5er. Für 2024 erwartet Magna Steyr ein Umsatzwachstum auf bis zu 5,5 Milliarden Euro. Rosenbauer Wieder in den schwarzen Zahlen Der oberösterreichische Feuerwehrausrüster Rosenbauer hat nach vorläufigen Ergebnissen 2023 wieder schwarze Zahlen geschrieben. Das operative Ergebnis lag bei 37,4 Mio. Euro nach einem Verlust von 10,6 Mio. Euro im Jahr davor. Das Unternehmen steigerte nach vorläufigen Zahlen 2023 seinen Umsatz leicht auf 1 Milliarde Euro, nach 972 Mio. Euro im Jahr 2022. Dabei waren die Rahmenbedingungen nicht optimal: Eine Cyberattacke hat im Februar zu Stehzeiten in der Produktion von bis zu zwei Wochen und entsprechenden Rückständen geführt. Novartis: Zwei neue Biotech-Anlagen in Tirol Der Schweizer Pharmakonzern Novartis investiert auch nach der Abspaltung von Sandoz weiter in den Standort Tirol. Eine Biotech-Anlage im Werk Schaftenau, die bereits 2022 im Novartis-Vorstand beschlossen wurde und sich bereits in Bau befindet, soll 2025 in Betrieb gehen. Eine weitere in Kundl soll ebenfalls 2025 in Betrieb gehen. Mit der Erweiterung der Produktionsanlagen in Kundl und Schaftenau um jeweils 250 Mio. Euro entstehen 350 neue Arbeitsplätze, wie Novartis-Vorstandsmitglied Steffen Lang in einer Pressekonferenz sagte. • Die Auf- und Umsteiger der Woche: Thomas Biringer wird interimistisch CTO bei Rosenbauer, Thomas Stadlhofer wechselt von Frauenthal zu Rexel und Christian Zoll legt seine Funktion als Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Vorarlberg. • Moderation: Rudolf Loidl, Lena Wechselberger • Team Industriemagazin News: Lukas Krec, Joy Reisinger, Nicole Fleck
Industriemagazin News #81
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Industriemagazin News – 14.02.2024

Die PV-Industrie in Europa steckt in der Krise: Der Markt wird von China mit Solar Modulen überschwemmt. Ist das das Ende der Solarindustrie in Europa? - Endgame für Photovoltaik-Industrie in Europa? Die @voestalpine setzt Sparmaßnahmen nach massivem Gewinneinbruch, Grund ist die schwache Konjunktur. Und Seilbahnhersteller @DoppelmayrSeilbahnen tätigt die größte Investition in der Firmengeschichte und baut ein neues Werk in Wolfurt. • Überangebot aus China: Endgame für Solarindustrie in Europa? Die europäische Solarbranche kämpft ums Überleben. Vergangene Woche hat der Schweizer Solarausrüster Meyer Burger angekündigt, die größte Solarmodulproduktion Europas zu schließen. Der oberösterreichische Hersteller @FroniusSolar stemmt sich derzeit mit verlängerten Weihnachtsferien, der Arbeitszeitverkürzung für rund 1.000 Mitarbeiter und der Kündigung von 100 Leasingmitarbeitern gegen den Trend. Dabei ist die Nachfrage nach Solarmodulen und Wechselrichtern so hoch wie nie. Chinesische Solarproduzenten haben ihre Fabriken in den vergangenen Jahren massiv ausgebaut. Gleichzeitig haben die USA und Indien Handelsbeschränkungen gegen die Module aus Fernost erlassen. Hersteller aus China versuchen deswegen, ihre Produkte für wenig Geld auf dem europäischen Markt loszuwerden. • Nach Gewinneinbruch: Voestalpine schnallt den Gürtel enger Dem Linzer Stahlkonzern #voestalpine setzt die schlechte Konjunktur zu. In den ersten drei Quartalen sank der Umsatz um 8,8 Prozent, der Gewinn halbierte sich von 864 Millionen Euro auf 431 Mio. Euro. Grund dafür ist vor allem der Rückgang der Stahlpreise: Die Preise für Rohstahl sind in den vergangen 12 deutlich – um fast zwanzig Prozent – gesunken. • IM-News Kurzmeldungen: Doppelmayr: Größte Investition der Firmengeschichte Der Vorarlberger Seilbahnbauer #Doppelmayr plant ein neues Werk in Wolfurt. In den nächsten vier bis fünf Jahren sollen 200 Mio. Euro in neue Produktionshallen und ein Hochregallager investiert werden. Dabei handelt es sich um die größte Investition der 130-jährigen Firmengeschichte. ams-Osram: Erwarteter Umsatzeinbruch Der steirische Chiphersteller @amsOSRAMofficial hat auch im vierten Quartal 2023 deutliche Umsatzeinbußen verzeichnet. Im vierten Quartal 2023 sanken die Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr um 23 Prozent auf 908 Millionen Euro. Schon in den Vorquartalen hatte das Unternehmen deutliche Umsatzdämpfer vermeldet. Grund für den Rückgang ist die konjunkturelle Schwäche in den Industrie- und Konsumentenmärkten. Post AG: Bis 2030 gesamte Flotte Grün Die Post will österreichweit jährlich rund 1.000 Fahrzeuge auf E-Betrieb umstellen. Mit dieser schrittweisen Umrüstung - derzeit sind 4.000 von 10.000 Fahrzeugen emissionsfrei unterwegs - plant man bis 2030 vollständig "grün" unterwegs zu sein. • Die Auf- und Umsteiger der Woche: Barbara Thaler wird neue Obfrau des Wirtschaftsbund Tirol, Peter Stöckler neuer Geschäftsführer in der Energie AG Oberösterreich Umwelt Service GmbH und Gerald Beck übernimmt die Geschäftsführung der Bundesimmobiliengesellschaft BIG. • Moderation: Rudolf Loidl, Michaela Holy-Zwickelstorfer • Team Industriemagazin News: Lukas Kreč, Joy Reisinger, Nicole Fleck
Industriemagazin News #80
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Industriemagazin News – 07.02.2024

KTM und Pierer Industries investieren in Sepp Hochreiters KI Start-Up NXAI, die neue Technologie soll die KI-Welt revolutionieren. Das Welser Unternehmen Teufelberger fertigt das schwerste Stahlseil der Welt in Triest, es wiegt rund 495 Tonnen und ist 4 Kilometer lang. Und die Österreichisch Industrie ist weiter in Rezession, die aktuellen Zahlen analysiert Philipp Miedler von der Syngroup im Studio. • Das Unternehmen NXAI, in das Pierer investiert, hat bahnbrechendes vor: Eine Weiterentwicklung der Large Language Modelle, auf denen die moderne KI basiert. Beim Industriepartner und Miteigentümer von NXAI, dem Motorradhersteller KTM und Pierer Industries, nutzt man KI-Modelle seit längerem für neue. Bei NXAI denkt man größer: Das Unternehmen von KI-Forscher Sepp Hochreiter sieht sich als Pionier für eine europäische LLM Technologie. Mit der Finanzierung durch die Pierer Gruppe will man die technologische Spitzenforschung weiter forcieren. Der Algorithmus dieser Modelle lernt derzeit mit massiv großen Datensätzen, neue Inhalte zu verstehen, zusammenzufassen, zu generieren und vorherzusagen. • Die Kurzmeldungen: Rettung geglückt: BWT-Mutter übernimmt Windhager Der Anfang Jänner in die Insolvenz geschlitterte Heizungshersteller Windhager ist gerettet. Die Muttergesellschaft des Wasseraufbereiters BWT übernimmt das in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratene Unternehmen. Der Preis für die Übernahme blieb zunächst unbekannt, soll aber beträchtlich sein. BWT und Windhager arbeiten nun als Schwestergesellschaften. • Techco Gruppe übernimmt Hitzinger Die Rettung des Linzer Maschinen- und Anlagenbauers Hitzinger scheint geglückt. Die in den Bereichen Elektrotechnik und Metallverarbeitung tätige Techco-Group übernimmt den Linzer Aggregatorenhersteller. • „Unrealistische Markteinschätzung“: Dämmstoffhersteller Brucha insolvent Der Niederösterreichische Dämmstoffhersteller Brucha ist insolvent. Das Unternehmen produziert seit 75 Jahren Dämmpaneele und modulare Kühl- und Gefrierzellen. Insolvenzursache dürften Fehlinvestitionen sein. • Der Konjunkturkompass Die Industrie erlebte zu Jahresbeginn 2024 eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vormonat. Doch sowohl der UniCredit Bank Austria Einkaufsmanager-Index als auch die Ergebnisse des WIFO Konjunktur Tests bleiben im negativen Bereich. Neuaufträge in der Industrie nahmen im Jänner etwas zu, aber die Nachfrage bleibt unter dem Produktionsniveau. Im Studio analysiert Philipp Miedler von der Syngroup die aktuellen Zahlen. • Die Auf- und Umsteiger der Woche Michael Hummelbrunner ist neuer CFO der MIBA AG, Markus Hofer wechselt full time in die Politik, die Bausparkasse hat mit Andreas Kaim einen neuen Vorstandschef und Herbert Schlossnikl übernimmt die Geschäftsführung bei Vöslauer. • Guinness Weltrekord: das schwerste Stahlseil kommt aus Wels Genau 495,9162 Tonnen wiegt das offiziell schwerste Stahlseil der Welt. Der oberösterreichische Seilhersteller Teufelberger-Redaelli hat damit einen neuen Guinness-Weltrekord aufgestellt: Das Welser Familienunternehmen hat das über vier Kilometer lange Seil in seinem Werk in Triest hergestellt. Die Herstellung selber erforderte sieben Monate, wobei mehr als 50 Arbeiter und Techniker an der Umsetzung beteiligt waren. • Moderation: Rudolf Loidl, Lena Wechselberger • Team Industriemagazin News: Lukas Krec, Joy Reisinger, Nicole Fleck
Industriemagazin News #79
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Industriemagazin News – 31.01.2024

Stefan Pierer, KTM-CEO, ist in eine Schadenersatzklage wegen der Übernahme von Leoni verwickelt, da er Aktionären keine Kapitalerhöhungsbeteiligung bot, was auch Aldo Kamper betrifft. Pierer plante, Leoni 2023 als Alleineigentümer zu übernehmen, was andere Aktionäre benachteiligte. OMV verhandelt mit Adnoc über eine Fusion von Borealis und Borouge, um einen globalen Chemiekonzern zu formen. Lenzing, ein Faserhersteller, musste aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten Kapital erhöhen und Stellen abbauen. Die Industriellenvereinigung fordert angesichts wirtschaftlicher Herausforderungen und schlechter Wirtschaftsleistung Österreichs im Jahr 2023 Neuwahlen, wobei eine Erholung für 2024 erwartet wird. • KTM-Chef Stefan Pierer ist Gegenstand einer Schadenersatzklage. Im Zuge der Übernahme des Autozulieferers Leoni soll der damalige Vorstand des Automobilzulieferers den bestehenden Aktionären die Möglichkeit genommen haben, sich an der Kapitalerhöhung zu beteiligen. Unangenehm kann die Schadenersatzklage vor allem für einen anderen in Österreich tätigen Manager, nämlich Aldo Kamper werden. Der Deal, den Stefan Pierer Anfang 2023 für den deutschen Automobilzulieferer Leoni plante, war einfach und überzeugend: Der angeschlagene Kabelspezialist Leoni war seit vielen Jahren notleidend. Aufgrund seiner Systemrelevanz für die deutsche Automobilindustrie wurde das Unternehmen jedoch durch viele Verlustjahre getragen und sollte nachhaltig werden. Eine Rettung, die für Pierer aber nur als Alleineigentümer in Frage kam. Dazu stellte Pierer 150 Millionen Euro frisches Kapital zur Verfügung und übernahm mit 708 Millionen Euro knapp die Hälfte der Schulden des Unternehmens. Im Gegenzug sollte Leoni von der Börse genommen werden. Gedeckt vom deutschen Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz wurde Pierer damit im Frühjahr 2023 tatsächlich zum Alleineigentümer gemacht. Die übrigen 25.000 bis 30.000 Aktionäre gingen leer aus. • OMV führt fortlaufende Gespräche mit Adnoc über eine Fusion ihrer Tochtergesellschaft Borealis mit Borouge, um einen globalen Chemiekonzern zu formen. Die Verhandlungen, die seit Monaten andauern, zielen darauf ab, beide Unternehmen als gleichberechtigte Partner zu etablieren und könnten zu einem Jahresumsatz von nahezu 20 Milliarden Euro führen. Lenzing, ein börsennotierter Faserhersteller, sieht sich mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten konfrontiert, die zu Abschreibungen von fast einer halben Milliarde Euro führten. Verursacht durch Unsicherheiten im Markt, gestiegene Rohstoff- und Energiekosten sowie höhere Zinsen, musste das Unternehmen bereits im Vorjahr eine Kapitalerhöhung durchführen und weltweit 500 Stellen abbauen. Neuwahlen statt „Durchwurschteln“: IV warnt vor Wahlzuckerln Die Industriellenvereinigung warnt vor Wahlzuckerln angesichts der Nationalratswahl. Die nächsten Tage und Wochen würden zeigen, was die Regierung noch umsetzen könne - und wenn nichts mehr ginge, sei es besser, früher zu wählen als das ganze Jahr durchzuwurschteln, so IV-Präsident Georg Knill. Wie schon bei den Kollektivvertragsverhandlungen der Industrie im Herbst des Vorjahres zeichnete Knill ein eher düsteres Bild des produzierenden Sektors. • Das Wirtschaftsjahr 2023 war für Österreich sehr schlecht, schlechter als für die meisten entwickelten Volkswirtschaften. Laut einer Studie des Economist landete Österreich unter 35 Ländern auf Platz 33, besonders in Inflation und Inflationsbreite. Für 2024 wird jedoch eine wirtschaftliche Erholung erwartet. Philipp Miedler von der Syngroup kommentiert. • Die Auf- und Umsteiger der Woche mit Lena Wechselberger • Moderation: Rudolf Loidl, Lena Wechselberger • Team Industriemagazin News: Lukas Krec, Joy Reisinger, Nicole Fleck
Industriemagazin News #78
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Industriemagazin News – 24.01.2024

Der E-Autohersteller BYD aus China überholte im letzten Quartal 2023 Elon Musks Tesla die chinesischen E-Autos könnten auch bald in Europa Fuß fassen. KI fährt Ski: Lifthersteller Doppelmayr lässt intelligenten Sessellift von KI steuern und überwachen, das soll mehr Sicherheit und Einsparungen beim Personal bringen. Und Tyrolit setzt seinen Expansionskurs fort und übernimmt das australische Unternehmen ATS. • Anfangs produziert BYD nur Handyakkus. Doch schon bald erkennt Wang Chuanfu das Potenzial von Elektroautos. 2003 beginnt der chinesische Unternehmer mit der Entwicklung eigener E-Fahrzeuge. Mit mehr als 520.000 verkauften Elektroautos im vierten Quartal 2023 hat Wangs Konzern mittlerweile sogar den US-Primus Tesla von der Spitze der weltweiten Verkaufszahlen verdrängt - eine Nachricht, die in der Branche für Erstaunen gesorgt hat. Über das Jahr gesehen hatten die Amerikaner noch die Nase vorn: Der US-Elektroautopionier um Elon Musk verkaufte im gleichen Zeitraum 484.507 Fahrzeuge an Endkunden. Tesla bleibt die Nummer eins bei Elektroautos auf dem Heimatmarkt USA, wo BYD nicht vertreten ist und mit hohen Importzöllen zu kämpfen hätte. • Die Entwicklung von durch KI- Systemen macht auch vor dem Wintertourismus nicht halt denn: die KI fährt jetzt auch Ski. Der Vorarlberger Seilbahnhersteller Doppelmayr hat gemeinsam mit dem Schweizer Start-up Mantis Ropeway Technologies ein System für autonome Sesselbahnen entwickelt. Das System wird mit künstlicher Intelligenz trainiert, es könne Gefahrensituationen beim Ausstieg an der Bergstation einschätzen und darauf reagieren. Das sei nicht nur ein Plus an Sicherheit, sondern auch eine Einsparung von bis zu 35 Prozent der Personalkosten für die Betreiberinnen und Betreiber. • Die Kurzmeldungen: SBO: Umsatzrekord und neuer CEO Der österreichische Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann Oilfield ist auch im Jahr 2023 weiter auf Wachstumskurs geblieben. Wie das börsennotierte Unternehmen am Mittwoch mitteilte, stieg der Umsatz im vergangenen Jahr um 17 Prozent auf den Rekordwert von 585 Millionen Euro und das Betriebsergebnis nach vorläufigen Zahlen von 96,2 auf 104 Millionen Euro. Neues Werk in Niederösterreich: Warum Blum nach St. Pölten geht Der Vorarlberger Beschlägehersteller Blum kauft ein 100.000 Quadratmeter großes Industrieareal im Zentrum von St. Pölten. Gemeinsam mit dem Voith-Konzern wird in der niederösterreichischen Landeshauptstadt eine Fläche von rund 155.000 Quadratmetern revitalisiert. Das neue Werk wird ohne neue Flächenversiegelung entstehen.Es ist das erste österreichische Werk des Höchster Familienunternehmens außerhalb von Vorarlberg. Spezialfahrzeuge-Firma Syn Trac aus Bad Goisern pleite Die Firma Syn Trac GmbH, ein Fahrzeug-Forschungs- und Entwicklungsbetrieb in Bad Goisern, ist pleite und hat am Landesgericht Wels ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Betroffen sind 43 Mitarbeiter, die Zahl der Gläubiger wird mit 145 bis 156 beziffert. Die Verbindlichkeiten betragen rund 15 Mio. Euro, denen stehen Aktiva mit einem Buchwert von rund 5,1 Millionen Euro gegenüber. • Die Auf- und Umsteiger der Woche mit Lena Wechselberger: Die Greiner AG bekommt mit Saori Dubourg einen neuen CEO, Tobias Burger Neuer COO bei Logistik-Dienstleister Dachser und Markus Ganahl wird COO bei der GG Group. • Tiroler Tyrolit übernimmt australische Firma ATS Tyrolit expandiert weiter: Das tiroler Unternehmen übernahm die Mehrheit an der australischen Firma Abrasive Tools Specialists – kurz ATS - mit Sitz in Melbourne. Sie etablierte sich in Australien als Großhändler, Importeur sowie als Konfektionär von Schleifwerkzeugen. • Moderation: Rudolf Loidl, Lena Wechselberger • Team Industriemagazin News: Lukas Krec, Joy Reisinger, Nicole Fleck
Industriemagazin News #77
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Industriemagazin News – 17.01.2024

Der KTM -Mutterkonzern Pierer Mobility erwartet bei der Präsentation der vorläufigen Bilanzzahlen einen Rekordumsatz von knapp 2,7 Milliarden Euro, trotzdem hält das Unternehmen an ihren Auslagerungsplänen nach China und den geplanten Kündigungen fest. Die AMAG erhält einen Großauftrag zur Lieferung von Aluminium an das Audi-Werk im ungarischen Györ, es ist der größte Auftrag seit Bestehen der Partnerschaft. Führungswechsel bei Simon Kucher und Partner in Österreich: Othmar Schwarz übernimmt die Leitung von Thomas Haller. Und das Technologieforum 2024 der Deutschen Handelskammer in Österreich (DHK) steht im Zeichen von Nachhaltigkeit und Wachstum. • Pierer Mobility erzielt 2023 Rekordumsätze und Absätze mit einem deutlichen Anstieg im Verkauf von E-Bikes und Motorrädern. Trotz des Erfolgs plant das Unternehmen, das zur KTM Gruppe gehört, einen Stellenabbau in Österreich und verlagert Teile der Produktion nach Indien und China. Dies wird mit ungünstigen Rahmenbedingungen am heimischen Standort begründet. Bis 2024 sollen rund 300 Arbeitsplätze in Mattighofen-Munderfing abgebaut werden. • Othmar Schwarz übernimmt ab Januar 2024 die Leitung von Simon Kucher in Österreich von Dr. Thomas Haller. Er konzentriert sich auf Herausforderungen wie Dynamic Pricing, Absatzrückgang und Kostenerhöhungen in der Industrie. Schwarz, seit 14 Jahren im Unternehmen und seit sieben Jahren Partner, hat maßgeblich zum Wachstum des Beratungsunternehmens beigetragen. • IM-News Kurzmeldungen: AMAG Großauftrag von Audi im ungarischen Györ Die Austria Metall AG erhält einen Großauftrag zur Lieferung von Aluminium an das Audi-Werk im ungarischen Györ. Dabei verbindet die beiden Unternehmen bereits eine langjährige Partnerschaft. Wofür das hochwertige Aluminium in Zukunft verwendet wird, erfahren Sie in den Kurzmeldungen. Das Opel-Werk in Wien Aspern steht vor der Schließung, da Stellantis im Juni 2023 die Schließung des ehemaligen General-Motors-Werks ankündigte. Die Schließung wird bis Sommer 2024 erwartet, betroffen sind rund 260 Beschäftigte. In der Metalltechnischen Industrie wurde Ende letzten Jahres ein Kollektivvertrag mit 8,6% Lohn- und Gehaltsplus vereinbart, inklusive einer Wettbewerbssicherungsklausel. 150 Betriebe, vor allem kleinere Industriebetriebe, haben Anträge gestellt, um die Lohnerhöhung zu reduzieren, was mehrere tausend Arbeitnehmer betrifft. • Im Rahmen des Deutsch-Österreichischen Technologieforums der Deutschen Handelskammer in Österreich und Fraunhofer Austria tauschten sich zum Auftakt im Oktober 2023 Spitzenmanager von Industrieunternehmen wie Airbus, AVL List, Rosenbauer (Anm: die Keynote und Podiumssprecher zuerst bitte) zu den Themen Innovation, Technologieentwicklung, Transformation und Kooperation zum wesentlichsten Thema unserer Zeit aus: Dem Thema Nachhaltigkeit und Wachstum. Zum Kickoff fanden sich 170 Gäste ein, die Vernetzung mit Unternehmen wie Beckhoff, Festo, Lenzing, Phoenix Contact, Rittal, Siemens Österreich oder BASF Österreich stand dabei im Vordergrund. Das 7. Deutsch-Österreichische Technologieforum 2024 geht am 13. und 14. März im Novotel Wien Hauptbahnhof über die Bühne. Zu Gast im Studio zum Thema ist Thomas Gindele, Hauptgeschäftsführer der DHK. • Die Auf- und Umsteiger der Woche mit Michaela Holy-Zwickelsdorfer: Daniel Tomaschko verlässt Feuerwehrausrüster Rosenbauer, die AGES bekommt mit Johannes Pleiner-Duxneuner einen neuen Geschäftsführer und Roland Waldner ist ab 1. März neuer Vorstand des Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds. • Moderation: Stefan Pauser, Michaela Holy-Zwickelsdorfer • Team Industriemagazin News: Lukas Kreč, Joy Reisinger, Nicole Fleck