WEKA Industrie Medien Online-Shop
Video abspielen

Industriemagazin News – 07.02.2024

KTM und Pierer Industries investieren in Sepp Hochreiters KI Start-Up NXAI, die neue Technologie soll die KI-Welt revolutionieren. Das Welser Unternehmen Teufelberger fertigt das schwerste Stahlseil der Welt in Triest, es wiegt rund 495 Tonnen und ist 4 Kilometer lang. Und die Österreichisch Industrie ist weiter in Rezession, die aktuellen Zahlen analysiert Philipp Miedler von der Syngroup im Studio. • Das Unternehmen NXAI, in das Pierer investiert, hat bahnbrechendes vor: Eine Weiterentwicklung der Large Language Modelle, auf denen die moderne KI basiert. Beim Industriepartner und Miteigentümer von NXAI, dem Motorradhersteller KTM und Pierer Industries, nutzt man KI-Modelle seit längerem für neue. Bei NXAI denkt man größer: Das Unternehmen von KI-Forscher Sepp Hochreiter sieht sich als Pionier für eine europäische LLM Technologie. Mit der Finanzierung durch die Pierer Gruppe will man die technologische Spitzenforschung weiter forcieren. Der Algorithmus dieser Modelle lernt derzeit mit massiv großen Datensätzen, neue Inhalte zu verstehen, zusammenzufassen, zu generieren und vorherzusagen. • Die Kurzmeldungen: Rettung geglückt: BWT-Mutter übernimmt Windhager Der Anfang Jänner in die Insolvenz geschlitterte Heizungshersteller Windhager ist gerettet. Die Muttergesellschaft des Wasseraufbereiters BWT übernimmt das in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratene Unternehmen. Der Preis für die Übernahme blieb zunächst unbekannt, soll aber beträchtlich sein. BWT und Windhager arbeiten nun als Schwestergesellschaften. • Techco Gruppe übernimmt Hitzinger Die Rettung des Linzer Maschinen- und Anlagenbauers Hitzinger scheint geglückt. Die in den Bereichen Elektrotechnik und Metallverarbeitung tätige Techco-Group übernimmt den Linzer Aggregatorenhersteller. • „Unrealistische Markteinschätzung“: Dämmstoffhersteller Brucha insolvent Der Niederösterreichische Dämmstoffhersteller Brucha ist insolvent. Das Unternehmen produziert seit 75 Jahren Dämmpaneele und modulare Kühl- und Gefrierzellen. Insolvenzursache dürften Fehlinvestitionen sein. • Der Konjunkturkompass Die Industrie erlebte zu Jahresbeginn 2024 eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vormonat. Doch sowohl der UniCredit Bank Austria Einkaufsmanager-Index als auch die Ergebnisse des WIFO Konjunktur Tests bleiben im negativen Bereich. Neuaufträge in der Industrie nahmen im Jänner etwas zu, aber die Nachfrage bleibt unter dem Produktionsniveau. Im Studio analysiert Philipp Miedler von der Syngroup die aktuellen Zahlen. • Die Auf- und Umsteiger der Woche Michael Hummelbrunner ist neuer CFO der MIBA AG, Markus Hofer wechselt full time in die Politik, die Bausparkasse hat mit Andreas Kaim einen neuen Vorstandschef und Herbert Schlossnikl übernimmt die Geschäftsführung bei Vöslauer. • Guinness Weltrekord: das schwerste Stahlseil kommt aus Wels Genau 495,9162 Tonnen wiegt das offiziell schwerste Stahlseil der Welt. Der oberösterreichische Seilhersteller Teufelberger-Redaelli hat damit einen neuen Guinness-Weltrekord aufgestellt: Das Welser Familienunternehmen hat das über vier Kilometer lange Seil in seinem Werk in Triest hergestellt. Die Herstellung selber erforderte sieben Monate, wobei mehr als 50 Arbeiter und Techniker an der Umsetzung beteiligt waren. • Moderation: Rudolf Loidl, Lena Wechselberger • Team Industriemagazin News: Lukas Krec, Joy Reisinger, Nicole Fleck
Empfehlen Sie dieses Video weiter!

Spannende Videos

Industriemagazin News #89
Video abspielen

Industriemagazin News – 10.04.2024

Der Markt rund um das Elektroauto befindet sich in der Krise. E-Auto Start-Ups aber auch größere Unternehmen wie @tesla , #BYD oder @FiskerInc kämpfen mit schwindenden Absatzzahlen, die Nachfrage ist zu niedrig. Traditionshersteller wie @volkswagen, @BMW , @MercedesBenz und Co. spüren den Rückgang weniger stark und können langfristig profitieren. Platzt jetzt die #E-Auto Blase? Feuerwehrausrüster Rosenbaue schreibt nach einem Krisenjahr wieder schwarze Zahlen und die TOP Erfinder in Österreich: 2242 Patente angemeldet. • Der Markt für Elektroautos stagniert und das hat wohl einen Grund: Die Akzeptanz von Stromern am Markt wurde überschätzt – die tatsächliche Nachfrage nach E-Autos dürfte geringer sein, als selbst Experten in der allgemeinen Euphorie zu Beginn des Jahrzehnts angenommen haben. Oder anders ausgedrückt: Die Neugier am Markt ist befriedigt, die „Early Adopter“ haben zugegriffen, in der breiten Masse ist Elektromobilität noch nicht Mehrheitsfähig. Die schwache Nachfrage und die sinkenden Margen sind eine willkommene Verschnaufpause für Traditionshersteller, die mitten in der Transformation vom Verbrenner zu Elektro stehen. Mit ihren dicken Finanzpolstern können Sie auch jetzt noch den Hochlauf der E-Autoproduktion finanzieren, während hochverschuldete Startups dies unter hoher Zinsenlast stemmen müssen. Mit rentablen Verkäufen aus von Verbrennern und Hybriden können Sie die Milliarden, die derzeit in Forschung und Entwicklung der Batterietechnologie investiert werden, querfinanzieren. Das auf Skalierung setzende Geschäftsmodell der Elektro-Startups droht hingegen schon mit gleichbleibender Nachfrage in sich zusammenzufallen. • IM-News Kurzmeldungen: Feuerwehrausrüster Rosenbauer in schwarzen Zahlen Der oberösterreichische Feuerwehrausrüster Rosenbauer hat im abgelaufenen Jahr wieder Gewinne geschrieben. Dank höherer Verkaufspreise bei den ausgelieferten Fahrzeugen und Zuwächsen bei Ausrüstung, Komponenten und Service konnte der Umsatz um 9,5 Prozent auf 1,06 Mrd. Euro gesteigert werden. Effizienzsteigerungen sowie Einsparungen bei Kosten für Forschung und Entwicklung, Vertrieb und Verwaltung haben das Ergebnis von Minus 10,6 Millionen Euro im Jahr 2022 im Vorjahr auf ein Plus von 37,5 Millionen Euro gebracht. Hirsch Servo: Kärntner übernehmen polnischen Dämmstoffhersteller Die Kärntner Hirsch Servo Gruppe übernimmt den polnischen Dämmstoffhersteller Tyron. Die Übernahme soll zum 4. April 2024 erfolgen. Tyron hat sich in den vergangenen 15 Jahren als Hersteller von Baumaterialien, insbesondere im Bereich Dämmprodukte aus expandiertem Polystyrol (EPS) positioniert. • In Österreich wurden im vergangenen Jahr 2.242 Patente angemeldet. Das ist geringfügig mehr als im Jahr 2022 – allerdings wurde 2022 ein Minus von zehn Prozent auf verzeichnet. Die größten österreichischen Patentanmelder waren wie schon zuletzt fast ausschließlich Industrieunternehmen. Sieger im Ranking 2023 sind der Grazer Automobilzulieferer AVL List mit 211 Patenten, gefolgt von dem Vorarlberger Produzenten von Möbelbeschlägen Julius Blum mit 82 Patenten und dem Gleisbaumaschinen-Hersteller Plasser & Theurer mit 31 Patenten. Noch in den Top fünf befinden sich der oberösterreichische Maschinenbauer Engel Austria und die @Siemens Tochter Mobility Austria. • Moderation: Rudolf Loidl • Team Industriemagazin News: Lukas Kreč, Joy Reisinger, Nicole Fleck
Industriemagazin News #88
Video abspielen

Industriemagazin News – 03.04.2024

China produziert zu viel: Die Überproduktion und Überförderung von Solareinheiten, E-Autos, Stahl und Co. ist nicht nur für Chinas Wirtschaft selbst ein Problem, auch Europas Industrie leidet am überschwemmten Markt. Das E-Auto Start-Up @FiskerInc steht wahrscheinlich kurz vor der Insolvenz, bei Magna Steyr in Graz wackeln dadurch hunderte Jobs in der Produktion. Und Krise beim Österreichischen Skihersteller @fischersports Das Unternehmen muss Mitarbeiter:innen abbauen. • Stahl, Elektronikkomponenten, Solarmodule: Seit Jahrzehnten produzieren chinesische Unternehmen mehr Güter als nachgefragt werden – und drücken dadurch weltweit die Preise. Die langen Phase niedriger Inflationsraten seit Beginn der 2000er und der letztlich steigende Wohlstand in Europa waren immer auch den niedrigen Produktionskosten in China zu verdanken. Doch jetzt wird die Überproduktion in China zum Problem – für immer mehr Industrien. • Das US-Elektroauto-Startup Fisker ist mit der Suche nach einem Partner gescheitert. Das ist eine schlechte Nachricht für Magna Steyr in Graz. Nicht so sehr, weil der austro-kanadische Konzern mit rund acht Prozent an dem Startup beteiligt ist – sondern weil das bisher einzige Modell von Fisker, der Fisker Ocean, in Graz designt und produziert wurde. Sollte Fisker wie befürchtet in die Insolvenz schlittern, fallen in Graz mehrere hundert – nach Medienberichten sogar bis zu eintausend – Arbeitsplätze weg. • IM-News Kurzmeldungen: Fischer Sports: Personalabbau nach Umsatzeinbruch Der Innviertler Skihersteller Fischer Sports baut 150 Stellen ab. 20 Beschäftigte müssen am Stammsitz in Ried gehen, 130 im Produktionswerk in Mukatschewo in der Westukraine. Grund für den aktuellen Stellenabbau sei die schwächelnde Nachfrage wegen des milden Wetters und der Teuerung. FACC: Rekordjahr für Luftfahrt beschert Gewinne Der oberösterreichische Luftfahrt-Zulieferer FACC hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 prächtig verdient. Der Umsatz kletterte um 21,3 Prozent auf 736 Millionen Euro. Unterm Strich blieb ein Gewinn von 9,1 Mio. Euro, nach einem Minus von rund 1 Million Euro im Jahr davor. F/List: Trauer um Firmenchef Beim niederösterreichischen Flugzeugausstatter F/List trauert man um Franz List. Der zuletzt als Aufsichtsratsvorsitzender des niederösterreichischen Flugzeugausstatters tätige List ist Mitte März im Alter von 76 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. List hat den Flugzeugausstatter zu einem Weltunternehmen geführt. • Moderation: Rudolf Loidl • Team Industriemagazin News: Lukas Kreč, Joy Reisinger, Nicole Fleck
Industriemagazin News #87
Video abspielen

Industriemagazin News – 27.03.2024

E-Autos könnten immer mehr als lukrativer Stromspeicher genutzt werden: das bidirektionale Laden ermöglicht es, das Elektroauto als Stromspeicher zu verwenden und wird zum Geschäft für die Autoindustrie. @KTM baut 2024 weiter Personal ab, seit Anfang des Jahres wird zusätzlich gekündigt, die Produktion wird teils nach China ausgelagert. Und @Stellantis_official sieht keine Zukunft für das @Opel Werk in Wien Aspern, es wird nun endgültig geschlossen. • In der dezentralen Energiewelt können Menschen ihren eigenen Strom produzieren, speichern und ins Netz einspeisen, was die traditionellen Rollen verändert. Automobilhersteller spielen eine zentrale Rolle, da sie durch ihre Software zukünftig die Kontrolle über hunderttausende Elektroauto-Batterien haben. Diese Batterien können als virtuelle Kraftwerke genutzt werden, um bei geringer Sonnen- und Windstromproduktion und hohem Energiebedarf die Stromversorgung zu stabilisieren, dank bidirektionalem Laden. Viele E-Autos bieten bereits das Vehicle-to-Home Laden an, wodurch sie bei Bedarf Strom für den Eigenverbrauch abgeben können. Die Technologie für das Einspeisen von Strom ins Gesamtnetz (Vehicle-to-Grid) existiert, und eine entsprechende Norm für die Kommunikation zwischen E-Auto und Ladeeinrichtung wurde bereits etabliert. Allerdings sind die Kosten für die notwendige Hardware, wie bidirektionale Wallboxen, noch sehr hoch. • Der Stellenabbau beim oberösterreichischen Motorradhersteller KTM in Mattighofen fällt größer aus als ursprünglich erwartet. Zur angekündigten Streichung von 300 Posten in der Fertigung kommt jetzt auch die Reduktion von 120 Arbeitsplätzen in der 850 Angestellte zählenden KTM Forschungs- und Entwicklungs GmbH. Bis zu zwei Drittel der Stellenstreichungen sollen durch natürliche Abgänge bewerkstelligt werden. Dennoch kommt es seit Jahresbeginn zu Kündigungen: 15 Mitarbeiter sind im Jänner gekündigt worden, 4 im Februar und 15 bis 20 sollen es in diesem Monat sein. Begründet wird die Verkleinerung der Forschung mit der angekündigten Produktionsverlagerung neuer Modelle nach Indien und China. • IM-News Kurzmeldungen: Opel Werk Aspern schließt endgültig Das Anfang der 1980er-Jahre gegründete Opel-Werk in Wien-Aspern schließt im Sommer endgültig. Die Serienproduktion von 6-Gang-Schaltgetrieben für Verbrenner im Stellantis-Konzern wird im Juli eingestellt. Derzeit sind noch rund 220 Personen am Standort beschäftigt. Automobilzulieferer Rupert Fertinger GmbH erneut insolvent Der niederösterreichische Autozulieferer Rupert Fertinger GmbH ist erneut insolvent. Steigenden Energiekosten, die höheren Zinsen auf Kreditlinien, Teuerungen bei Rohstoffen und eine kundenseitig reduzierte Nachfrage haben das Unternehmen, das Komponenten rund um Auto-Klimaanlagen baut, in die Zahlungsunfähigkeit gebracht . Semperit: Ergebniseinbruch nach Verkauf des Medizin-Geschäfts Der börsennotierte Gummi- und Kautschukkonzern Semperit blickt auf ein schwieriges Jahr 2023 zurück. Das Ergebnis ist vom verkauften Medizingeschäft sowie der schwächelnden Baukonjunktur belastet. 2023 ging der Umsatz um fast 8 Prozent zurück, der Betriebsgewinn verringerte sich um 44 Prozent auf nur noch 35 Mio. Euro. • Die Auf- und Umsteiger der Woche: Der Aufsichtsrat der Energie AG Oberösterreich hat Alexander Kirchner zum neuen Technikvorstand bestellt, Romana Thiem wird mit Oktober 2024 neue Vorständin der Oberbank und der Energieversorger Wien Energie ist bei der Suche nach einem weiteren Mitglied in der Geschäftsführung fündig geworden. • Moderation: Rudolf Loidl, Michaela Holy-Zwickelstorfer • Team Industriemagazin News: Lukas Kreč, Joy Reisinger, Nicole Fleck