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Industriemagazin News – 10.04.2024

Der Markt rund um das Elektroauto befindet sich in der Krise. E-Auto Start-Ups aber auch größere Unternehmen wie @tesla , #BYD oder @FiskerInc kämpfen mit schwindenden Absatzzahlen, die Nachfrage ist zu niedrig. Traditionshersteller wie @volkswagen, @BMW , @MercedesBenz und Co. spüren den Rückgang weniger stark und können langfristig profitieren. Platzt jetzt die #E-Auto Blase? Feuerwehrausrüster Rosenbaue schreibt nach einem Krisenjahr wieder schwarze Zahlen und die TOP Erfinder in Österreich: 2242 Patente angemeldet. • Der Markt für Elektroautos stagniert und das hat wohl einen Grund: Die Akzeptanz von Stromern am Markt wurde überschätzt – die tatsächliche Nachfrage nach E-Autos dürfte geringer sein, als selbst Experten in der allgemeinen Euphorie zu Beginn des Jahrzehnts angenommen haben. Oder anders ausgedrückt: Die Neugier am Markt ist befriedigt, die „Early Adopter“ haben zugegriffen, in der breiten Masse ist Elektromobilität noch nicht Mehrheitsfähig. Die schwache Nachfrage und die sinkenden Margen sind eine willkommene Verschnaufpause für Traditionshersteller, die mitten in der Transformation vom Verbrenner zu Elektro stehen. Mit ihren dicken Finanzpolstern können Sie auch jetzt noch den Hochlauf der E-Autoproduktion finanzieren, während hochverschuldete Startups dies unter hoher Zinsenlast stemmen müssen. Mit rentablen Verkäufen aus von Verbrennern und Hybriden können Sie die Milliarden, die derzeit in Forschung und Entwicklung der Batterietechnologie investiert werden, querfinanzieren. Das auf Skalierung setzende Geschäftsmodell der Elektro-Startups droht hingegen schon mit gleichbleibender Nachfrage in sich zusammenzufallen. • IM-News Kurzmeldungen: Feuerwehrausrüster Rosenbauer in schwarzen Zahlen Der oberösterreichische Feuerwehrausrüster Rosenbauer hat im abgelaufenen Jahr wieder Gewinne geschrieben. Dank höherer Verkaufspreise bei den ausgelieferten Fahrzeugen und Zuwächsen bei Ausrüstung, Komponenten und Service konnte der Umsatz um 9,5 Prozent auf 1,06 Mrd. Euro gesteigert werden. Effizienzsteigerungen sowie Einsparungen bei Kosten für Forschung und Entwicklung, Vertrieb und Verwaltung haben das Ergebnis von Minus 10,6 Millionen Euro im Jahr 2022 im Vorjahr auf ein Plus von 37,5 Millionen Euro gebracht. Hirsch Servo: Kärntner übernehmen polnischen Dämmstoffhersteller Die Kärntner Hirsch Servo Gruppe übernimmt den polnischen Dämmstoffhersteller Tyron. Die Übernahme soll zum 4. April 2024 erfolgen. Tyron hat sich in den vergangenen 15 Jahren als Hersteller von Baumaterialien, insbesondere im Bereich Dämmprodukte aus expandiertem Polystyrol (EPS) positioniert. • In Österreich wurden im vergangenen Jahr 2.242 Patente angemeldet. Das ist geringfügig mehr als im Jahr 2022 – allerdings wurde 2022 ein Minus von zehn Prozent auf verzeichnet. Die größten österreichischen Patentanmelder waren wie schon zuletzt fast ausschließlich Industrieunternehmen. Sieger im Ranking 2023 sind der Grazer Automobilzulieferer AVL List mit 211 Patenten, gefolgt von dem Vorarlberger Produzenten von Möbelbeschlägen Julius Blum mit 82 Patenten und dem Gleisbaumaschinen-Hersteller Plasser & Theurer mit 31 Patenten. Noch in den Top fünf befinden sich der oberösterreichische Maschinenbauer Engel Austria und die @Siemens Tochter Mobility Austria. • Moderation: Rudolf Loidl • Team Industriemagazin News: Lukas Kreč, Joy Reisinger, Nicole Fleck
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Industriemagazin News #95
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Industriemagazin News – 22.05.2024

Ölkonzerne wie #bp #shell oder #exxonmobil wenden sich reihenweise von ihren Klimaplänen ab und fahren ihre Nachhaltigkeitsprojekte zurück. Denn die Erschließung neuer fossiler Energiequellen ist für die Ölindustrie noch immer weitaus lukrativer als Investitionen in Erneuerbare, wie Windenergie aus Offshore Windparks oder E-Fuels. Warum Peak Oil Demand, also der baldige Höhepunkt der globalen Nachfrage nach Öl und Gas in der Kalkulation für die Ölkonzerne derzeit keine große Rolle spielt. Und warum trotz früherer Versprechen einer grünen Wende die Ölindustrie ein mächtiger und profitabler fossiler Akteur bleiben wird. • Mit 700 Milliarden Dollar haben Banken im letzten Jahr Projekte von Unternehmen im fossilen Sektor finanziert. Das rechnete eine Studie zweier Umwelt-NGOs vor. Das Öl- und Gasbusiness sei für Banken noch immer ein Mega-Geschäft. Doch Banken finanzieren nur, was auch Rendite bringt und die Erschließung neuer Öl- und Gasquellen lässt auch in Zukunft noch die Kassen klingeln. Ganz im Gegensatz zu den Grünen Aktivitäten der großen Mineralölkonzerne. Reihenweise haben sich die Unternehmen von Big Oil zuletzt aus ihren Vorzeigeprojekten – etwa der Offshore-Windkraft - verabschiedet. Das übrigens, nachdem sie sich bei der Versteigerung der Nutzungsrechte auf See gegenseitig überboten– und damit die Preise in lichte Höhen getrieben haben. Mit den Bieterwettkämpfen um Offshore-Standorte haben Sie auch der Grundstein für den derzeitigen Rückzug aus den Erneuerbaren gelegt: Die explodierende Projektkosten haben neben den hohen Zinsen und Problemen bei der Netzanbindung Windkraftprojekte auf See zuletzt so unrentabel gemacht, dass kein Ölboss, der bei Sinnen ist, diese derzeit umsetzen könnte. In den kommenden fünf bis 10 Jahren ist mit Peak Oil, also dem Höhepunkt der globalen Nachfrage nach Öl- und Gas zu rechnen. Wir haben uns in den #INDUSTRIEMAGAZIN News schon im Februar der Frage gewidmet warum das in der Kalkulation für die Ölkonzerne derzeit überhaupt keine Rolle spielt, oder vielleicht sogar die Ursache für den derzeitigen Investitionsboom der Branche ist? • Moderation: Rudolf Loidl • Team Industriemagazin News: Lukas Kreč, Joy Reisinger, Nicole Fleck
Industriemagazin News #94
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Industriemagazin News – 15.05.2024

Das Geschäft mit der Wärmepumpe in Europa lahmt, der Absatz mit Wärmetauschern ist stark eingebrochen. Warum die Brache einen „Wärmepumpen-Kater“ erlebt. Magna Steyr in Graz muss nach der Milliardenpleite von Fisker hunderte Millionen Euro abschreiben. Und ELL baut aus: Ex-Kanzler Christian Kern investiert Milliarde in „Vectron“-Flottenerweiterung. Zu Gast im Studio zum Thema Wärmetauscher ist Klaus Paukovits, Chefredakteur des TGA. • In den ersten drei Monaten dieses Jahres ist der Absatz von Wärmepumpen in Deutschland um die Hälfte eingebrochen. Gleichzeitig hat das Geschäft mit Öl-Heizungen um 33 Prozent zugelegt. Zehntausende Wärmetauscher sollen derzeit bei Installateuren und Großhändlern auf Lager liegen. Auch in Österreich musste die Branche im Vorjahr ein Minus von zwölf Prozent hinnehmen. Der Rückgang macht sich mittlerweile auch in den Werkshallen bemerkbar: Daikin, Vaillant, Stiebel Eltron – viele große Hersteller haben in den letzten Monaten Kurzarbeit anmelden müssen. Beim deutschen Branchenriesen Viessman hat man – auch in Erwartung einer möglichen Konsolidierungswelle in der Branche – das Wärmepumpengeschäft überhaupt zur Gänze an den globalen Klimatechnik-Giganten Carrier verkauft. Was ist da eigentlich los in der Branche? • Hunderte Millionen Euro Abschreibungen für Magna Steyr in Graz: Am Landesgericht in Graz ist in der Vorwoche das Insolvenzverfahren der Österreich-Tochter des US-Elektroautobauers Fisker Automotive eröffnet worden. Passiva in Höhe von 1,34 Milliarden Euro stehen Buchwerte in Höhe von 959 Millionen Euro gegenüber. Dass diese realisiert werden können, ist unwahrscheinlich: Kreditschützer vom AKV und der Creditreform beziffern die Liquidationswerte, also den Wert der bei einem Notverkauf erzielt werden kann, auf nur rund 40 bis 60 Millionen Euro. Die European Locomotive Leasing Group, kurz ELL, ist der größte Lok-Kunde von Siemens Mobilit. Ex-Kanzler und -ÖBB-Chef Christian Kern führt seit rund eineinhalb Jahren die Geschäfte der ELL, er hat im vergangenen Herbst bei Siemens Mobility "Vectron"-Loks im Wert von rund 1 Mrd. Euro bestellt, um ihre Flotte auf bis zu 400 Loks zu erweitern. Symbolisch wurde Ende April die 222. "Vectron" in Wien-Simmering den ELL-Chef übergeben. Die ELL betreibt selbst keine Personenzüge und keinen Güterverkehr, sondern verleast ihren Fuhrpark an Bahnunternehmen. • Moderation: Rudolf Loidl • Team Industriemagazin News: Lukas Kreč, Joy Reisinger, Nicole Fleck
Industriemagazin News #93
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Industriemagazin News – 08.05.2024

Die Windkraft Branche schreibt derzeit noch hohe Verluste, obwohl sie als erneuerbare Schlüsseltechnologie in der #Energiewende zählt. Warum verdient die Branche angesichts dieser nahezu perfekten Marktbedingungen eigentlich kein Geld? Industriekonjunktur am Boden: Umsätze im März um 18% niedriger als im Vorjahr. Und Big Data in der Fabrik: Produktionsoptimierung und Effizienz durch Statistik und Datenanalyse. • Windkraft ist zu einem wichtigen Teil im Energiemix der Zukunft geworden. Denn Wind weht meist, wenn die Sonne nicht scheint und am stärksten im Winter, wenn auch Wasserkraftwerke weniger Strom produzieren. In der EU sind deshalb 2023 so viele Windkraftanlagen neu gebaut worden wie noch nie zuvor. Und die Auftragsbücher der großen Windanlagen- und Turbinenbauer sind randvoll. Perfekte wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Hersteller von Windanlagen, sollte man meinen. Doch fast alle europäischen Hersteller schreiben seit Jahren tiefrote Zahlen. Die zur deutschen Siemens-Gruppe gehörende spanische Gamesa, einer der größten Hersteller der Welt musste im Vorjahr sogar mit Staatsgarantien vor dem Untergang bewahrt werden. Warum verdient die Branche angesichts dieser nahezu perfekten Marktbedingungen eigentlich kein Geld? • Der Konjunktur-Kompass: Die heimische Industrie könnte im Mai erstmals seit vielen Monaten Licht am konjunkturellen Horizont sehen: Noch verharren die meisten Teilindikatoren des Industriemagazin Konjunktur-Kompass im negativen Bereich, doch In- und vor allem ausländische Industrieunternehmen blicken zunehmend positiver in die Zukunft. Hauptverantwortlich für die sich derzeit schleppend anfühlende Erholung ist nach wie vor die schwache Nachfrage. Im April 2024 verbesserte sich der Auftragseingang, doch fehlten insbesondere in den baunnahen Bereichen und der Metallverarbeitung Neuaufträge. Im Studio zur Analyse ist Walter Woitsch von Syngroup Management Consulting. • Wir haben uns den Einsatz von Datenwissenschaftern bei einem vom FFG geförderten Projekt des Motor-Komponenten-Herstellers Miba mit den Datenwissenschaftern von Joanneum Research näher angesehen. Statistik – also die Wissenschaft von der Erfassung, der Untersuchung und der Auswertung von Massenerscheinungen nimmt in modernen Fertigungshallen immer stärker Einzug. Etwa in der Entwicklungsphase von Produkten und Produktionslinien, wenn Qualität oder Kosten von Projekten zu eruieren sind. Oder wenn Produktionsprozesse verbessert werden sollen und möglicherweise effizientere Herangehensweisen getestet werden. Wir haben uns den Einsatz von Datenwissenschaftlern bei einem Projekt des Motor-Komponenten-Herstellers Miba näher angesehen. Zu Gast im Studio ist DI Ulrike Kleb von Institut POLICIES von Joanneum Research. • Moderation: Rudolf Loidl • Team Industriemagazin News: Lukas Kreč, Joy Reisinger, Nicole Fleck